Unsere Geschichte
Freiwillige Feuerwehr Mimberg seit 1905
Unser Gründungsjahr 1905
Am 1. Mai 1905 versammelten sich die Einwohner der beiden Weiler Oberund Untermimberg in der Wirtschaft „Zur Ringziegelei“ und gründeten dort die Freiwillige Feuerwehr Mimberg.
Die Geschichte erzählt:
Um Ortsführer Andreas Schmidt ließen sich fünfzehn Bürger als aktive Mitglieder bei dieser Versammlung in die Mitgliederliste eintragen. Damals zählte der Ort siebzehn Anwesen. Um die Unkosten zu decken, entrichtete jedes Mitglied 50 Pfennige Aufnahmegebühr und monatlich 10 Pfennige Beitrag. Für notwendige Gerätebeschaffung stellten die Gemeinde Burgthann 125,- Mark, Herr Graf von Faber-Castell 50,- Mark und Ziegeleibesitzer Herr Kirschbaum 25,- Mark zur Verfügung.
Die Feuerwehr Mimberg war geboren und mit Ihr der Vorgänger des Vördervereins.
Zwanzig Jahre später taten in der Wehr schon 27 aktive Wehrmänner Dienst. Am 6. Juni 1925 gründeten die Mitglieder eine eigene Sterbekasse, um die Hinterbliebenen verstorbener Kameraden unterstützen zu können. Auf Verfügung des bayerischen Landesfeuerwehrverbandes wurde am 28.12.1935 die Bezeichnung „Freiwillige Feuerwehr Mimberg“ verboten. Die Wehr wurde umbenannt in Abteilungsfeuerwehr der Gemeinde Burgthann. Die Verwaltung wurde aufgelöst und der Kassenbestand zur Anschaffung einer Schlauchtrockenanlage verwendet. Da bis in die Kriegsjahre eine Handdruckspritze das modernste technische Löschgerät der Mimberger Wehr war, beschafften sich die Landwirte von Mimberg gegen Ende des Krieges eine moderne Motorpumpe, um den Feuerschutz besser gewährleisten zu können.
1925
1947
Erst im Jahre 1947 findet sich wieder unter der alten Bezeichnung „FFW Mimberg“ ein aktiver Mitgliederstand von 25 Wehrmännern. In den letzten drei Jahrzehnten war entsprechend der Entwicklung der Ortschaft eine ständige Verbesserung der Ausrüstung notwendig. Dies konnte durch die gemeinsamen Anstrengungen von aktiver Wehr, der Gemeindeverwaltung und nicht zuletzt aller Mimberger Mitbürger erreicht werden.
So wurde im Jahre 1952 eine Alarmsirene und 1954 ein Schlauchwagen angeschafft.
1955
Im Jahre 1955 hielt die Wehr ihr 50 jähriges Gründungsfest ab und errichtete eine Gedenkstätte für ihre im Krieg gefallenen Kameraden. Vorstand Heinrich Weber und Kommandant Hans Heyden legen Kränze nieder.Im Jahre 1961 konnte eine neue Feuerlöschspritze angeschafft werden. In Gemeinschaftsarbeit errichteten die Wehrmänner um Vorstand Manfred Igel und Kommandant Reinhold Rupprecht 1972 ein neues Gerätehaus mit Mannschaftsraum. Das neue Bauwerk steht an der Stelle,wo über viele Jahrhunderte das Mimberger Hirtenhaus seinen Platz hatte .Am 19. August übergibt 2. Bürgermeister Edy Koller im Rahmen eines Kameradschaftsabend die Schlüssel für das auf 40000 Mark veranschlagte Haus an die Wehr. Das Gerätehaus findet heute noch, bis auf einen kleinen Teilabriß seine Nutzung.
Einige Monate später konnte dort ein Feuerwehrfahrzeug (TSF) „Ford Transit“ seinen Einzug halten. 1976 wurde das Fahrzeug mit Funk ausgerüstet und zur Verkürzung des Alarmweges die Sirene an das Netz der Funkalarmierung angeschlossen.
1980
Die Vorbereitungen für die 75-Jahrfeier vom 16. bis 18. Mai 1980 sind abgeschlossen. Dies gab Vorstand Georg Müller bei der letzten Festsitzung bekannt. Das Fest konnte steigen. Den Auftakt zu den Feierlichkeiten bildete der Freitag 16. Mai mit einem
bunten fränkischen Abend. Die Alfelder Musikanten brachten bald Stimmung ins Festzelt. Durch das Programm führte mit humorvoller fränkischer Weise Egon Helmhagen mit Tochter Birgit. Als Höhepunkt gab Stargast Lydia Huber mit ihren Jodlern das Beste. Am Samstagnachmittag stand dann die Jubelwehr im Mittelpunkt. In Anwesenheit aller drei Bürgermeister der Gemeinde Burgthann erfolgte die Übergabe des neuen Löschfahrzeuges ausgestattet mit vier Atemschutzgeräten an die Wehr. Mit dem Wunsch auf wenig Einsätze übergab 1. Bürgermeister Edy Koller den Schlüssel an den Kommandanten Reinhold Rupprecht.
Zur Einführung wurde der Bevölkerung das Können der Rothelme am Kirchplatz mit einer Schauübung unter Beweis gestellt. Bei der Übung mit dem neuen LF8 ging es um die Bekämpfung eines brennenden Fahrzeuges, welches mit dem auf dem Löschfahrzeug befindlichen Schaummittel bekämpft wurde. Die Kinder hatten an dem noch einige Zeit liegenbleibenden Schaum die größte Freude. Das neue LF8 so stellte Georg Müller und Kommandant Reinhold Rupprecht fest, ist mit allem ausgestattet und erleichtere die Einsätze.Am gleichen Abend um 19 Uhr wurden die Feierlichkeiten dann mit einem Festkommers und Ehrungen fortgesetzt.
Nach dem musikalischen Auftakt durch die „Original Schwarzachtaler“ gab 1. Vorstand Georg Müller einen kurzen Rückblick auf die
Geschichte der Wehr. Bürgermeister Edy Koller bezeichnete es als einen erfreulichen Anlaß, zum Jubiläum ein neues Löschfahrzeug übergeben zu können. Für die Gemeinde sei es schon immer mehr als eine Verpflichtung gewesen, die Wehren gut auszurüsten. Kreisbrandrat Lobenwein gedachte der Männer, die früher die Freiwilligen Wehren gründeten „getragen von selbstlosen Einsatz, von Idealismus und Kameradschaft, der bis heute weitergegeben wurde“ Er forderte die Jugend auf, hier mitzumachen und dankte allen, die rund um die Uhr in der Wehr dienen.Stellvertretender Landrat Walter überbrachte die Glückwünsche von Landrat Lange, dem Kreistag und der Kreisverwaltung. Zusammen mit Kreisbrandrat Lobenwein und Kreisbrandinspektor Michael Götz zeichnete Stellvertretender Landrat Walter treue Wehrleute mit Urkunden und Nadeln aus.
Die Geschichte der Feuerwehr im allgemeinen
Die Geschichte der Feuerwehr geht bis auf die Römerzeit zurück.
Die Bekämpfung der Gefahren, die durch Brände entstehen, wurde schon damals als notwendig gesehen. Erst die Erkenntnis, dass der Bürger sich nicht alleine nur auf die Obrigkeit beruhen und verlassen, sondern vielmehr sein Schicksal selbst in die Hand nehmen sollte, trug maßgeblich zur Gründung von Freiwilligen Feuerwehren bei. Hauptsächlich entstanden solche Einrichtungen in sehr großen Städten und existieren schon seit dem 18. Jahrhundert. Nur einzelne, wie etwa die Berufsfeuerwehr in Wien, die bereits 1686 gegründet wurde und als erste Berufsfeuerwehr gilt, gehen etwas weiter zurück.
In Deutschland sind viele Feuerwehren in der Zeit der Bürgerlichen Revolution um das Jahr 1848 entstanden. Durch Abwendung vom Obrigkeitsstaat zu einem Staat mit demokratischer Mitwirkung der Bevölkerung legte einen wesentlichen Grundstein für die vielen Gründungsdaten von verschiedenen Feuerwehren in Deutschland.
Mit der Entstehung von Städten gibt es häufig Nachweise von Versuchen, den sehr häufigen Brandereignissen vorzubeugen oder ihnen entgegenzutreten. Im Römischen Reich entstand im Jahr 21 v. Chr. eine erste Feuerwehr mit 600 Sklaven.
Im Mittelalter gehörte zu vielen Gemeindeverfassungen die Verpflichtung der Einwohner, sich am Brandschutz zu beteiligen. Für Feuermeldungen waren zunächst Türmer und Nachtwächter zuständig (Ruf: „Feurio!“). Es wurden auch erstmals Feuerknechte in den Feuerlöschverordnungen verankert.
Die feuerwehrtechnische Ausrüstung bestand in der vorindustriellen Zeit aus einfachen Hilfsmitteln, wie Eimern, Leitern oder Einreißhaken. Im 17. Jahrhundert wurde der Schlauch erfunden, der zuerst aus genähtem Leder angefertigt wurde; später wurde das Leder vernietet. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Handpumpen, so genannte Feuerspritzen, verwendet, die von der Löschmannschaft an die Einsatzstelle (nur in sehr großen Orten von Pferden) gezogen wurden. Mit der Erfindung des Verbrennungsmotors verbesserte sich auch die Ausrüstung der Feuerwehren: Motorspritzen und selbst fahrende Feuerwehrfahrzeuge erhöhten die Leistungsfähigkeit um ein Vielfaches.
In den USA wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten, privatwirtschaftlich organisierten, Berufsfeuerwehren gegründet, die teilweise nur Häuser schützten, die die Plakette des jeweiligen Unternehmens trugen. Der Ausbau der Freiwilligen Feuerwehren in Europa in der gleichen Epoche, die teilweise aus Turnvereinen entstanden sind, ist gut dokumentiert.